totale Mondfinsternis am 27. Juli 2018

Finsternisgröße 1.613

geplanter Beobachtungsort: Rhodos, ca. 36.0° N, 28° E


Die Dauer der Totalität dieser Finsternis beträgt 1h 43min. Damit ist sie die längste Mondfinsternis dieses Jahrhunderts!
Am gleichen Tag befindet sich unser äußerer Nachbarplanet, der Mars, in günstiger, erdnaher Opposition.
Mars steht derzeit der Erde so nahe wie seit 2003 und bis 2035 nicht mehr und strahlt entsprechend hell, heller als Jupiter.
Während der Totalität wird der Mars sogar heller leuchten als der verfinsterte Vollmond!
Außerdem stehen der verfinsterte Mond und Mars am Himmel nur wenige Grade voneinander entfernt,
so dass sich ein ganz außergewöhnlicher Anblick bieten wird.
Leider gehen Mond und Mars am Tag der Finsternis in Deutschland erst kurz vor Beginn der Totalität auf
und stehen zur Mitte der Finsternis tief am dämmrigen Südosthimmel, so dass die Beobachtung erschwert wird.
Am östlichen Mittelmeer hingegen wird der Mond während der Totalität deutlich höher am bereits dunklen Himmel stehen.
Der Unterschied in den Beobachtungsbedingungen wird in den beiden folgenden Simulationen (stellarium) deutlich:

Simulation des Himmelsanblick der totalen Mondfinsternis
Simulation des Himmelsanblicks zur Zeit der Finsternismitte für 50°N und 9°E. Links im Bild der Mond und Mars, knapp über dem Horizont.
In der rechten Bildhälfte sind die hellsten Sterne des Schützen (in der Form eines Teekanne) zu erahnen, etwa halbhoch steht Saturn.

Simulation des Himmelsanblick der totalen Mondfinsternis
Simulation des Himmelsanblicks zur Zeit der Finsternismitte für 36°N und 28°E (Rhodos). Der verfinsterte Mond und der Mars stehen halbhoch am dunklen Himmel.
In der rechten Bildhälfte ist die Milchstraße zu erkennen. Der Mond ist jeweils etwas vergrößert wiedergegeben.

Diese Mondfinsternis ist aus zwei Gründen besonders lang:
1) Die Mondbahn geht diesmal fast exakt durch den Mittelpunkt des Erdschattens;
     der im Schatten zurückgelegte Weg (Winkelabschnitt) ist also besonders lang.
2) Zum Zeitpunkt der Finsternis steht der Mond weiter von der Erde entfernt als im Mittel.
     An diesem Punkt bewegt sich der Mond entsprechend den Keplerschen Gesetzen
     mit geringener Winkelgeschwindigkeit durch den Erdschatten.
Dem gegenüber steht zwar der in der größeren Entfernung des Mondes kleinere Durchmesser des Erdschattens,
doch die erstgenannten Effekte überwiegen.

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