Wer guckt denn da?


Vor der totalen Sonnenfinsternis August 1999 in Buchschachen, Österreich mit meinem altbewährten Dynamax 8 Sonnenbeobachtung mit Stella im Mai 2007 vom heimischen Balkon mit meinem neuen OMC 140

Das Beobachten astronomischer Ereignisse am Tag- und Nachthimmel ist eines meiner ältesten Hobbys überhaupt; für Himmelsereignisse interessiere ich mich seit über 40 Jahren. Besondere Highlights sind die leider selten erlebten und daher kostbaren und erinnerungswürdigen "dynamischen" Himmelsereignisse wie Sonnen- und Mondfinsternisse oder Transits der inneren Planeten vor der Sonnenscheibe. Diese Ereignisse sind für mich immer wieder reizvoll und manchmal von einer Dramatik, der ich mich kaum entziehen kann.
Angefangen hat alles in einem Sommerurlaub in Österreich mit der Sichtung eines hellen Planeten in der Abenddämmerung. Welcher ist es? Da war die Neugier geweckt... Wieder zu Hause, entdeckte ich im Fundus eine drehbare Sternkarte. Das Sternbild des Großen Wagens kannte und erkannnte ich, und ich erinnere mich an den Versuch, über den Bogen der Deichsel zum Arktur, den Hauptstern des Bootes zu gelangen. Offenbar hatte ich die Entfernungen am Himmel noch nicht richtig "drauf", jedenfalls dauerte es wohl eine viertel Stunde, bis ich ihn hatte. Von da an war die Navigation zu den anderen Sternbildern ganz einfach...

Mein allererstes Teleskop war ein 10-30x30mm Zoomfernröhrchen, mit dem ich immerhin die Saturnringe erkennen konnte. Bei meiner ersten Reise zu einer Sonnenfinsternis 1984 nach Marokko habe ich es in der Wüste bei einem Berber gegen einen Ammoniten eingetauscht.
Inzwischen besaß ich ein größeres Zoomfernrohr, ein Hertel&Reuss 25-60x60mm, damit war schon deutlich mehr zu sehen. Saturn war immer schön, auf dem Jupiter sah ich höchstens die beiden Äquatorbänder. Durch dieses Telekop machte ich bei der ringförmigen Sonnenfinsternis 1984 Aufnahmen mittels Okularprojektion.
1981 griff ich als Student tief ins Portemonnaie und kaufte in den USA bei Criterion in West Hartford, Connecticute, das erste "richtige" Teleskop, ein 8" Schmidt-Cassegrain. Dieses Teleskop durfte bei der der totalen Sonnenfinsternis 1999 im Burgenland dabei sein (linkes Bild). 25 Jahre blieb es bei mir, bis ich es 2006 verkaufte.
Ich wollte ein kleineres, aber qualitativ gutes und leistungsfähiges Reisetelekop haben; meine Wahl fiel auf den Orion UK 140mm Gregory-Maksutov-Cassegrain (im rechten Bild, mit Sonnenfilter, auf Vixen GP Montierung).
Sehr hilfreich und oft im Einsatz sind bzw. waren außerdem meine 10x50 und 15x80 Feldstecher. Mit dem Steiner 15x80 Feldstecher unternahm ich 2002 einen erfolgreichen Messiermarathon. Als es 2012 unrettbar defekt war, habe ich von Steiner einen 25x80 Feldstecher angeboten bekommen, da kein 15x80 mehr zu bekommen war. Ein gutes Teil, das sich aber über ein Stativ freut.

Bislang konnte ich fünf totale und zwei ringförmige Sonnenfinsternisse verfolgen, außerdem elf totale Mondfinsternisse, beide (!) Venustransits und drei Merkurtransits (Stand 25.01.2019).

 

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